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Pressemitteilung Landesparteitag 2010,1
Thursday, 25 February 2010

Piratenpartei Saarland setzt Segel für die Zukunft

 
Am Sonntag, dem 21.02.2010 hatte sich die Piratenpartei Saarland im Schmitt-Pulchen in Saarlouis zu ihrem ersten Landesparteitag 2010 getroffen. Auf dem Parteitag, an welchem 14 Piraten, knapp 13% der saarländischen Mitglieder, teilnahmen, wurde hauptsächlich über organisatorische Fragen entschieden, um für das weitere Wachstum im Saarland gerüstet zu sein. Unter den Gästen befanden sich neben Pressevertretern auch Mitglieder des Landesverbandes Nordrhein- Westfalen, mit welchen zukünftig eine engere Kooperation vereinbart wurde.
 
Nach ausführlicher und intensiver Diskussion wurde eine komplett neue Satzung für den Landesverband verabschiedet, die erheblich schlanker ist und sich stärker an der Bundessatzung orientiert als die bisherige. "Das wird zwar nicht die letzte Version sein, aber wir sind einen großen Schritt nach vorne mit dieser Änderung", so Martin Gisch, Beisitzer im Vorstand des Landesverbandes Saarland.

Nachdem die Satzung verabschiedet wurde, wurden mit Timo Volkmar und Wolfgang Hoff zwei Kassenprüfer gewählt, welche zukünftig den Schatzmeister bei seiner Tätigkeit unterstützen werden.
 
Als großes Novum in der saarländischen Politik hat die Piratenpartei einstimmig, bei 3 Enthaltungen, ein sogenanntes Crew-System im Landesverband eingeführt, welches bereits in anderen Landesverbänden der Piraten erfolgreich umgesetzt wurde. Crews sind ein alternatives Konzept zu den bisher bekannten Parteistrukturen und Regionalverbänden. Sie bestehen aus maximal 10 Mitgliedern, sind völlig autonom in ihrem Gebiet aktiv und ermöglichen so eine höhere Flexibilität und Schlagkraft als die herkömmlichen, trägen Parteistrukturen.

Des Weiteren wurde über die Archivierung der saarländischen Mailingliste, dem Hauptkommunikationsmittel der Piraten, entschieden. Es wurde eine 4 wöchige Archivierung aller Emails verabschiedet, durch welche in Zukunft auch Neumitglieder und neue Interessenten in der Lage sind, die Diskussionen der vergangenen 4 Wochen nachzuverfolgen. Durch diese Entscheidung wird dem wichtigen Transparenzgedanken der Piratenpartei auch bei innerparteilichen Vorgängen Rechnung getragen. „Bei anderen Parteien muss man froh sein, über die aktuellen Diskussionen und Entscheidungen halbwegs auf dem Laufenden zu sein. Bei den Piraten ermöglichen wir es jedem, unabhängig seiner Parteizugehörigkeit, unseren innerparteilichen Diskussion zu folgen oder selbst an diesen teilzunehmen. Darüber hinaus kann zukünftig jeder auf ein Archiv zugreifen und sich über bereits abgeschlossene Diskussionen nachträglich ein Bild machen. Dies wäre in anderen Parteien völlig unvorstellbar.“, so Marc Großjean, Vorsitzender der saarländischen Piratenpartei.
 
Die Einführung einer Online-Umfrage-Applikation wurde bis zum nächsten Landesparteitag vertagt, da es noch Bedenken gegen die Datensicherheit der vorgeschlagenen Applikation LimeSurvey gab. Bis zum nächsten Parteitag sollen nun verschiedene Applikationen geprüft, getestet und vorgestellt werden, wodurch den hohen Datenschutzanforderungen der Piraten Rechnung getragen wird.

Piratenpartei Saarland
Pressesprecher Thomas Brück
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Für Journalisten allgemein verwendbares Bildmaterial finden Sie unter: http://www.piratenpartei.de/presse/bildmaterial 

Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) beschäftigt sich mit entscheidenden Themen des 21. Jahrhunderts. Das Recht auf Privatsphäre, eine transparente Verwaltung, eine Modernisierung des Urheberrechtes, freie Kultur, freies Wissen und freie Kommunikation sind die grundlegenden Ziele der PIRATEN.  Bei der Bundestagswahl im September 2009 erreichte die Piratenpartei aus dem Stand 2,0 Prozent bzw. 847.870 Stimmen. Im Vergleich zur Europawahl im Juni 2009 (0,9 Prozent, 229.464 Stimmen) konnten die Piraten die Zahl ihrer Stimmen sogar fast vervierfachen. Die Piratenpartei hat mittlerweile über 11.000 Mitglieder. 

 
Pressemitteilung Mahnwache JMStV
Monday, 22 February 2010

Piratenpartei Saarland ruft zur Mahnwache gegen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag auf

Die Piratenpartei Saarland ruft am Dienstag, dem 23.02.2010, von 17:30 Uhr bis 18:00 Uhr zu einer Mahnwache vor der Staatskanzlei in Saarbrücken, Am Ludwigsplatz 14, auf. Mit der Mahnwache soll der Protest gegen den neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag ausgedrückt werden, welcher am 24.02.2010 in Mainz von Vertretern aller Staatskanzleien fertig ausgearbeitet werden soll.
 
Von der Piratenpartei werden an diesem Tag in nahezu allen Bundesländern Mahnwachen vor den jeweiligen Staatskanzleien abgehalten werden. Am 24.02.2010 wird es eine zentrale Mahnwache vor der Staatskanzlei in Mainz geben.
 
Mit der unscheinbaren Worthülse "Jugendmedienschutz-Staatsvertrag" versuchten die Bundesländer über die Hintertür der  Staatskanzleien einen weiteren Zensur- und Kontrollbaustein für die digitalen Medien zu etablieren. In Form einer  aberwitzigen Reglementierungsvorgabe wollte man unter dem Deckmantel des Kinder- und Jugendschutzes weitreichende  Maßnahmen, wie die verbindliche Einführung von Alterskennzeichnungen und „Sendezeiten“, durchsetzen, um das Internet an die kurze Leine zu legen. Dass man weder Zeitzonen überspringen kann, noch Altersbegrenzungen technisch effektiv durchzusetzen vermag, schien keine Rolle zu spielen. "Es wäre nur ein kleiner Schritt von "Programmzeiten" bis "Absetzung" vieler Inhalte im Internet gewesen", so Jasmin Maurer, stellvertretende Vorsitzende der saarländischen Piraten.

Nach massiven Protesten der Piratenpartei und vieler weiterer Bürgerrechtsorganisationen scheint die federführende Staatskanzlei in Mainz nun zurückzurudern. Aus Kreisen der Staatskanzlei heißt es seit wenigen Tagen plötzlich, dass alles nur ein großes Missverständnis sei und niemals beabsichtigt war, mit dem neuen JMStV Zensurmaßnahmen durch die Hintertür einzuführen.

Die wenigen Informationen die bisher über den neuen Entwurf durchgesickert sind, geben jedoch noch keinen Grund zur Entwarnung. Der Staatsvertrag versucht weiterhin einheitliche Jugendschutzregelungen für Rundfunk und Internet einzuführen, obwohl es sich um zwei grundverschiedene Medien handelt. Die derzeitigen Vorkommnisse um den JMStV erwecken den Eindruck, dass es sich um einen Akt von hilfloser Symbolpolitik handelt.

Die Piratenpartei stellt daher folgende Forderungen an den endgültigen Entwurf:
 
  • den Stopp der irrsinnigen Sendezeiten-Regelungen

  • die Gewährleistung der freien Diskussionskultur im Netz

  • den Schutz der Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit

  • keine Pflicht zur Kennzeichnung von Inhalten!

  • keine Vorab-Prüfpflichten für Webseiten-Anbieter!

  • keine Haftung für das Setzen von Hyperlinks!

  • keine Netzsperren-Infrastruktur!

  • keine Zwangsfilterung auf Anbieterebene!

  • keine Haftung der Zugangsanbieter für Inhalte!

  • die Verankerung von Zensur-Freiheit im JMStV

  • die Verankerung von Netzneutralität im JMStV

  • die umgehende Veröffentlichung des aktuellen Gesetzesentwurfs

  • die Einbindung der Öffentlichkeit in die Diskussion

  • öffentliche Sitzungen der Rundfunkkommission

  • die Einrichtung einer Grundrechte-Agentur

  • eine stärkere Förderung von Medienkompetenz an Schulen

    

Piratenpartei Saarland
Pressesprecher Thomas Brück
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Für Journalisten allgemein verwendbares Bildmaterial finden Sie unter: http://www.piratenpartei.de/presse/bildmaterial

Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) beschäftigt sich mit entscheidenden Themen des 21. Jahrhunderts. Das Recht auf Privatsphäre, eine transparente Verwaltung, eine Modernisierung des Urheberrechtes, freie Kultur, freies Wissen und freie Kommunikation sind die grundlegenden Ziele der PIRATEN.

Bei der Bundestagswahl im September 2009 erreichte die Piratenpartei aus dem Stand 2,0 Prozent bzw. 847.870 Stimmen. Im Vergleich zur Europawahl im Juni 2009 (0,9 Prozent, 229.464 Stimmen) konnten die Piraten die Zahl ihrer Stimmen sogar fast vervierfachen. Die Piratenpartei hat mittlerweile über 11.000 Mitglieder.

 

 
1. LPT 2010 - 21.02.2010 - 15:00
Friday, 19 February 2010

Erster Landesparteitag 2010 der Piratenpartei Saarland

Am Sonntag, dem 21.02.2010, trifft sich die Piratenpartei Saarland zu ihrem ersten Landesparteitag im Jahr 2010 um 15h im Schmitt-Pulchen in Saarlouis.

Auf diesem Landesparteitag werden hauptsächlich organisatorische Fragen diskutiert und abgestimmt werden. Als Hauptpunkt steht die komplette Überarbeitung der Satzung auf dem Programm. Die beiden wichtigsten weiteren Punkte sind die Einführung eines Crew-Systems, um zukünftig auch auf lokaler Ebene präsent zu sein, sowie die Einführung der Online-Umfrage-Applikation LimeSurvey, um in Zukunft einfach und schnell per Internet  Stimmungsbilder aller Piraten im Landesverband einholen zu können.

Gäste, Interessenten und Pressevertreter sind ebenfalls herzlich zur Teilnahme an dem Landesparteitag eingeladen und können ohne vorherige Anmeldung dort erscheinen.

Die vollständige Tagesordnung sowie alle Anträge können im Wiki nachgelesen werden.
 
Pressemitteilung Steuersünder-CD
Thursday, 04 February 2010

 Piratenpartei Saarland kritisiert Kauf der CD mit Daten von Steuersündern

Der saarländische Landesverband der Piratenpartei zeigt sich enttäuscht über das Verhalten der Bundesregierung im Umgang mit den gestohlenen Schweizer Kontodaten.

Ein Rechtsstaat zeichnet sich dadurch aus, dass jeder Bürger und jedes Unternehmen gewisse Rechte hat, die nur in begründeten Ausnahmefällen aufgrund eines Gesetzes durch einen Richter außer Kraft gesetzt und auch dann nur durch Strafverfolgungsbehörden überschritten werden dürfen. Das macht die Aufklärung von Verbrechen manchmal ziemlich schwierig, aber dieses Prinzip gibt uns auch Rechtssicherheit und schützt uns vor Willkür durch Polizei und Staat. Der Informant, der die Kontodaten aus der Schweiz beschafft hat, hat dies ohne gesetzliche Grundlage, ohne richterlichen Beschluss und ohne die Kompetenzen einer Strafverfolgungsbehörde getan. Er hat sämtliche Instanzen der staatlichen Gewaltenteilung umgangen. Wenn die Regierung sich jetzt auf diesen Handel einlässt, begibt sie sich selbst auf diesen Weg, der zwar schneller zum Ziel führt, aber eben gegen sämtliche Prinzipien unseres Rechtsstaats verstößt. Das finden die saarländischen Piraten höchst bedenklich und sprechen sich deswegen entschieden gegen diesen Deal aus.

"Wenn man auf solche Angebote eingeht, schafft es auch Anreize, dass in Zukunft vermehrt Angestellte Datensätze stehlen werden und diese den Strafverfolgungsbehörden verkaufen. Das ist der Supergau für den Datenschutz. Nur weil hier das Bonbon besonders groß ist, rechtfertigt es die Tat noch nicht. Im Gegenteil, es wird die Büchse der Pandora geöffnet!", meint Marc Großjean, Vorstandsvorsitzender der Saar-Piraten. "Sollen zukünftig wirklich Angestellte in der Mittagspause vertrauliche Kundeninformationen nach möglichen Anzeichen auf Straftaten durchforsten, um dem Staat gegen Bezahlung bei der Verbrechensermittlung zu helfen, praktisch als informelle Mitarbeiter?"

 "Insbesondere der Vergleich mit der Kronzeugenregelung hinkt an dieser Stelle mehr als nur auf einem Bein. Bei der Kronzeugenregelung arbeitet der Staat mit bereits kriminellen Personen zusammen, die im Gegenzug für ihre Aussagen eine Strafmilderung erfahren können, was häufig auch als Ausstiegsmöglichkeit aus der organisierten Kriminalität genutzt wird. Im Fall der Steuer-CD arbeitet der Staat aber mit Personen zusammen, die nur kriminell wurden, weil sie sich mit dem Verkauf der Daten am Staat finanziell sanieren wollen! Das ist staatlich subventionierte Kriminalität!", so Marc Großjean weiter.

Dass man Steuerhinterzieher bestrafen sollte, ist nicht Gegenstand dieser Kritik, sondern die Art und Weise, wie hier jegliche Rechtsstaatlichkeit außer Kraft gesetzt wird. Wenn einzelne Länder wie die Schweiz sich weigern, mit anderen Ländern im Kampf gegen Steuerhinterziehung zusammenzuarbeiten, muss man diese Länder durch internationalen Druck zur Zusammenarbeit zwingen und nicht einfach über illegale Umwege sich Zugriff zu den sonst verschlossenen Daten verschaffen.

Abgesehen von der Frage, ob die Daten gekauft werden sollen oder nicht, zeigt dieser Fall aber auch, wie unsicher Datensammlungen im Allgemeinen sind. Die Geschäftsgrundlage der Schweizer Banken ist ihre Verschwiegenheit. Deswegen ist anzunehmen, dass ihre Maßnahmen zum Schutz vor Diebstahl dieser Daten dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Unter diesem Gesichtspunkt fällt es schwer zu glauben, dass die Daten, die die Bundesregierung im Rahmen von Vorratsdatenspeicherung, ELENA und ab 2011 auch der elektronischen Gesundheitskarte erstellt, sicher vor dem Zugriff durch Kriminelle sind.

Aus diesem Grund fordert die Piratenpartei schon seit Langem, dass derartige Sammlungen von großen Mengen sensibler Daten generell zu unterlassen sind.


Landespressesprecher: Thomas Brück

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Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) beschäftigt sich mit entscheidenden Themen des 21. Jahrhunderts. Das Recht auf Privatsphäre, eine transparente Verwaltung, eine Modernisierung des Urheberrechtes, freie Kultur, freies Wissen und freie Kommunikation sind die grundlegenden Ziele der PIRATEN.

Bei der Bundestagswahl im September 2009 erreichte die Piratenpartei aus dem Stand 2,0 Prozent bzw. 847.870 Stimmen. Im Vergleich zur Europawahl im Juni 2009 (0,9 Prozent, 229.464 Stimmen) konnten die Piraten die Zahl ihrer Stimmen sogar fast vervierfachen. Die Piratenpartei hat mittlerweile über 11.000 Mitglieder.

 

 

 
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